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Januar 24, 2006
Unwort des Jahres 2005
Zum 15. Mal seit 1991 ist das „Unwort des Jahres“ gewählt worden. Für 2005 entschied sich die Unwort-Jury für den betriebswirtschaftlichen Begriff Entlassungsproduktivität. Dieses Wort meint eine gleich bleibende, wenn nicht gar gesteigerte Arbeits- und Produktionsleistung, nachdem zuvor zahlreiche für „überflüssig“ gehaltene Mitarbeiter entlassen wurden. Es verschleiert damit die meist übermäßige Mehrbelastung derjenigen, die ihren Arbeitsplatz noch behalten konnten, was oft auch mit dem ebenfalls beschönigenden Wort von der „Arbeitsverdichtung“ umschrieben wird. Aber auch die volkswirtschaftlich schädlichen Folgen der personellen Einsparung, die Finanzierung der Arbeitslosigkeit, werden mit diesem Terminus schamhaft verschwiegen.
Alle bisherigen Unwörter des Jahres
1991: Ausländerfrei
1992: Ethnische Säuberung
1993: Überfremdung
1994: Peanuts
1995: Diätenanpassung
1996: Rentnerschwemme
1997: Wohlstandsmüll
1998: Sozialverträgliches Frühableben
1999: Kollateralschaden
2000: National befreite Zone
2001: Gotteskrieger
2002: Ich-AG
2003: Tätervolk
2004: Humankapital
2005: Entlassungsproduktivität
Januar 24, 2006 in Texter | Permalink
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Kommentare
Ich hatte ja insgeheim auf "Gammelfleisch" getippt.
Kommentiert von: Frank Mende | 25.01.2006 13:17:16



