« Pepsi Access | Start | Microsoft Office 2007 gratis »

Juni 07, 2006

Da hat es Österreich viel besser . . .

Der Herausgeber des österreichischen Wirtschaftsmagazins GEWINN, Georg Wailand, hat den deutschen Steuerhammer aus Sichtweise des Alpenlandes schön auf den Punkt gebracht. Interessanter Artikel, den ich hier einfach mal veröffentlichen muss:

Die Schlagzeilen in den deutschen Medien sagen wohl alles. Da heißt es etwa in der „Süddeutschen Zeitung“: Finanzminister Steinbrück verspricht ein „Ende der Zumutungen“. Na toll, während ganz Europa die Steuern senkt (auch Österreich hat das sinnvollerweise getan), wird in Deutschland die größte Steuererhöhung aller Zeiten durchgezogen. Die Mehrwertsteuer und die Versicherungssteuer steigen 2007 von 16 auf 19 Prozent, zugleich fallen Steuerbegünstigungen für Pendler, Kleinsparer und Familien weg. Das Weihnachtsgeld bei den Bundesbeamten wird halbiert und der Zuschuss des Bundes für den Personennahverkehr in den Ländern gekürzt. Allein die höhere Mehrwertsteuer nimmt Bürgern und Unternehmen bis 2009 rund 65 Milliarden Euro und entzieht der Wirtschaft damit Kaufkraft. Die „Süddeutsche“: „Vielen Deutschen wird die Wucht dieser Maßnahmen erst langsam bewusst.“
Um fair zu bleiben: Die jetzige Regierung in Deutschland hat den finanziellen Scherbenhaufen der rot-grünen Koalition aufzuarbeiten, Schröder, Joschka Fischer & Co haben das einst reichste Land Europas in eine gefährliche Schieflage manövriert.
Was wiederum zeigt, dass eine gedeihliche Wirtschaftsentwicklung nichts Selbstverständliches ist – und das gilt auch für Österreich. Als kleines Land in Europa haben wir es in den letzten Jahren geschafft, einfach ein bisschen vernünftiger zu agieren als unser großer Nachbar, mit besserem Augenmaß, aber auch mit mehr Mut (siehe Pensionsreform und Abfertigung neu). Vor allem mit der Senkung der Körperschaftssteuer auf maximal 25 Prozent ist Finanzminister Grasser – gerade noch rechtzeitig – ein wichtiger Beitrag zur Absicherung des Standorts Österreich gelungen.
Fazit aus diesen Erfahrungen: Wenn eine Regierung wirtschaftspolitisch dilettiert, dann geht es rasch bergab – diese Fehler lassen sich nur unter großen Schmerzen wieder korrigieren. Österreich sollte sich also ein derartiges Experiment ersparen . . .

Den gesamten Bericht gibts in der aktuellen GEWINN-Ausgabe.

Juni 7, 2006 in Dies & Das | Permalink

TrackBack

TrackBack-URL für diesen Eintrag:
http://www.typepad.com/t/trackback/5045652

Folgende Weblogs beziehen sich auf den Eintrag Da hat es Österreich viel besser . . .:

Kommentare

Es gab da mal einen sehr dicken Mann, der in 16 Jahren Amtszeit nicht unbedingt durch Reformfähigkeit glänzte. Die derzeitige (angebliche) Schieflage _allein_ auf die Amtszeit Schröders zu schieben ist populistisches Geschreibsel - aber genau das kann Herr Wailand in "Fachmagazinen" wie dem "Express" und bei der "Neuen Kronen Zeitung" ja in Perfektion ...

Kommentiert von: Willi | 07.06.2006 20:11:39

Kommentar schreiben