von Dr. Jürgen Wunderlich, Team für Training und Coaching*
In der Wirtschaft werden in erster Linie Zahlen, Daten und
Fakten eingesetzt, um darauf basierend Entscheidungen zu treffen. In der
universitären Ausbildung von Betriebswirten, MBA´s und anderen Entscheidern der
Wirtschaft, herrscht das Diktat der Logik. Doch da gibt es noch etwas anderes,
das Menschen wie Bill Gates oder Heidi Klum so erfolgreich macht: Sie hören
auch auf ihr Bauchgefühl, um Entscheidungen zu treffen und diese sind immer
wieder erfolgreich. Auch wenn manchmal Statistiken und alle Experten der Welt
dagegen sprechen, sollten Menschen lernen, ihrer ganz persönlichen Intuition zu
vertrauen. Denn wenn der Bauch beim Denken hilft, wird ein enormes
Erfolgspotential freigesetzt.
Unsere heutige Wirtschaftswelt ist eine Welt der Analyse. Keine
wichtige Entscheidung wird ohne vorhergehende Analyse getroffen. Stehen gar
wichtige und vor allem komplexe Projekte in Unternehmen wie Restrukturierungen
und Sanierungen, die Expansion in neue Märkte, der Kauf anderer Unternehmen u.
a. an, dann wird keine erfahrene Führungskraft auf die zusätzliche Expertise
externer Berater verzichten wollen. Nach den Gründen für die Beauftragung der
teuren Experten gefragt, lautet die Antwort meistens, dass gerade für wichtige
Entscheidungen eine externe Analyse unverzichtbar sei. Anders ausgedrückt
könnten wir sagen, dass Unternehmen, wenn Sie Berater beauftragen, durch den
Einkauf von analytischem Denken, erfolgreicher sein möchten. Doch ist dem
wirklich so?
Macht analytisches Denken wirklich Sinn?
Eine Antwort gibt uns die Finanzwelt. Sie ist gleichzeitig eine
Domäne des analytischen Denkens. Denn welche Aktie kauft ein Anleger schon,
ohne einen Blick auf die Prognosen und Kaufempfehlungen der Analysten zu tun.
Der klassische Ansatz der Experten ist eben, über eine Analyse des Geschehens
eine Prognose der zukünftigen Entwicklung vorzunehmen. Dafür bekommen Analysten
viel Geld und ihr Wort hat Gewicht in
den Augen der Börsenwelt. Betrachtet man
allerdings die Geschehnisse an der Börse, muss man sich fragen: Inwieweit hat
den Börsenexperten das analytische Denken tatsächlich geholfen, die richtigen
Entscheidungen zu treffen oder zumindest zutreffende Empfehlungen für
Kaufentscheidungen zu geben? Und auf was soll man sich selbst bei anstehenden
Entscheidungen in den unterschiedlichsten Bereichen verlassen?
Intuition –
Wirksamer entscheiden
Auch wenn immer wieder Wissenschaftler und Gehirnforscher
erklären wollen, wie Intuition funktioniert, steckt die Entdeckung der
tatsächlichen Fähigkeiten der Intuition noch in den Kinderschuhen. Trotz der
aktuellen Bücher, die Wissenschaftsjournalisten und Forscher über die Intuition
verfasst haben, wird sie in der Businesswelt immer noch stiefmütterlich
behandelt. Die Ursache liegt darin, dass nach einer intuitiven Entscheidung
immer auch eine logisch-rationale Begründung verlangt wird. Darüber hinaus
werden in unseren Schulen und Hochschulen vor allem die logisch-nachvollziehbaren
Entscheidungsprozesse unterrichtet. Die Nutzung der Intuition wird dort nicht
direkt gefördert. Vielmehr wird sie in Frage gestellt und oft mit
„Gefühlsduselei“ karikiert. Wer gute Noten und Abschlüsse vorweisen will, der
muss ein Meister in der rational-logischen Urteilsfindung und Begründung sein.
Doch wem nützt diese Vorgehensweise im Geschäftsalltag heute? Sehr viele
Urteile, die mit Hilfe dialektischen Nachdenkens, des sorgsamen Abwägens von
pro und contra usw. gefällt wurden, erwiesen sich als falsch. Wer hat nicht
schon erlebt, dass ein extrem guter Bewerber, der hervorragende Zeugnisse
vorzuweisen hatte und auch in einem Assessmentcenter toll abgeschnitten hat,
sich im Nachhinein als Flop herausstellt. Manche Entscheidungsträger erinnern
sich vielleicht sogar daran, dass ihnen die ein oder andere negative Vorahnung
während der Personalauswahl gekommen ist. Leider ist es dann natürlich zu spät.
Was macht Intuition so wirksam?
Wie viele verschiedene Sinneseindrücke erleben Sie in jedem
Augenblick Ihres Lebens. Können Sie alles, was sich vor Ihren Augen abspielt,
wahrnehmen ohne irgendetwas zu übersehen? Können Sie darüber hinaus noch alles,
was Ihnen über Ihre sonstigen Sinneskanäle an Informationen zufließt, bewusst aufnehmen und verarbeiten? Wirklich jedes
einzelne Detail? In der Regel können wir nur etwa drei bis zehn Informationen
direkt aufnehmen. Mehr kann unser Gehirn nicht bewusst verarbeiten. Alles
andere rauscht unbewusst an uns vorbei. Dennoch stehen uns viele dieser Informationen
später wieder zur Verfügung. Die Natur hat uns Menschen mit dieser wunderbaren
Fähigkeit ausgestattet, die es uns erlaubt – trotz Informationsflut – den
Überblick zu bewahren.
Unter den Ureinwohnern auf den kleinen Inseln Südostasiens (Andamanen
und Nikobaren) gab es während der Flutwelle des letzten Tsunami keine
Todesopfer. Keiner der Ureinwohner hatte in seinem Leben jemals eine ähnliche
Katastrophe erlebt. Sie haben überlebt, ohne hochsensibles seismographisches
Vorwarnsystem, indem sie ihrer Intuition vertrauten und rechtzeitig die
gefährdeten Strände verließen. Ganz anders verhielt es sich in den
Feriengebieten Thailands. Dort hatte das Gros der Menschen sich nicht
rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Entsprechend waren die Folgen. Natürlich
haben Sie es im Wirtschaftsleben nicht mit derart persönlich
überlebenswichtigen Fragestellungen zu tun. Sie müssen sich eher mit der
Überlebensfähigkeit Ihres Unternehmens bei den zukünftigen Marktbedingungen
auseinandersetzen.
Erste Gehversuche mit Intuition
Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Fahrstunde? Wie gut ist es
Ihnen damals gelungen, mit dem Fahrzeug zurechtzukommen? Wie steht es heute um
Ihre Fahrkünste. Am Anfang hatten Sie alle Sinne damit belegt, überhaupt das
Auto in Gang zu setzen. Ganz zu schweigen davon, den richtigen Gang einzulegen
sowie Kupplung und Bremse rechtzeitig zu drücken. Dann mussten Sie auch noch
den Straßenverkehr beachten. Heute telefonieren Sie, hören Radio und
unterhalten sich während des Autofahrens, als sei es das Natürlichste der Welt.
Mit Ihrer Intuition verhält es sich ähnlich. Am besten fahren Sie damit, wenn
Sie Ihre Intuition schrittweise entwickeln. Das wichtigste ist dabei, dass Sie
zunächst lernen, wie Sie Ihre intuitiven Wahrnehmungen von anderen trennen. Dadurch
lernen Sie die größten Fehlerquellen, die die Wirkung Ihrer Intuition
reduzieren, zu vermeiden:
Basic 1:
Aufmerksamkeit ausrichten
Sicherlich haben Sie sich schon einmal für ein neues Auto
entschieden oder ein spezielles Handy ausgesucht. Wie erging es Ihnen? War es
etwa so: Sobald Sie die Entscheidung für einen bestimmten Typ getroffen hatten,
änderte sich Ihr Umfeld. Plötzlich nehmen Sie diesen Typ viel öfter bei anderen
wahr. Es ist so, als ob sich quasi über Nacht mehr Menschen ebenfalls für Ihre
Wahl entschieden hätten. Wenn Sie nun die Statistik fragen, ob sich tatsächlich
etwas verändert hat, werden Sie feststellen, dass sich in den allermeisten
Fällen nichts geändert hat. Das einzige, was sich geändert hat ist Ihre eigene
Aufmerksamkeit. Durch Ihre bewusste Auswahl richten Sie Ihre Sinne darauf aus.
Ohne weiteres Zutun wird Ihnen Ihr Wahrnehmungssystem immer wieder
Informationen zu Ihrer Wahl liefern – ähnlich wie ein Autopilot. Diese
Ausrichtung funktioniert nicht nur für Sie selbst. Auch für Personen in Ihrem
Umfeld können Sie diese Eigenschaft unseres Gehirns einsetzen. Wenn Sie
Mitarbeitern oder auch Kollegen für sich einsetzen wollen, können Sie auch
deren Autopiloten in die von Ihnen gewünscht Richtung lenken.
Basic 2:
Wahrnehmungskanäle berücksichtigen
Sie haben fünf Sinne, mit denen Sie direkt die Außenwelt
wahrnehmen. Intuition wird von vielen als Bauchgefühl dargestellt. Damit
verringern Sie die Chancen, die Ihnen Ihre Intuition eröffnen kann, unnötig.
Intuitive Signale können Sie auch dadurch erhalten, dass Ihr Blick auf eine
wichtige Stelle in Berichten oder im Outfit einer Person fällt, Ihnen bestimmte
Geräusche oder Töne auffallen, Ihnen ein besonderer Geruch in die Nase steigt,
vielleicht ein unangenehmer Geschmack kommt oder natürlich auch, dass Sie
irgendwo anders im Körper etwas fühlen. Über alle diese Sinneskanäle kann Ihre
Intuition arbeiten
Intuitive Schalter einsetzen
Im Leben haben Sie es immer wieder mit unterschiedlichen Personen
und Situationen zu tun. Wenn Sie sich rasch auf eine Situation oder Person
einstellen wollen, müssen Sie diese schnell erfassen. Ihre Intuition ist ein
wunderbares Werkzeug, um Sie dabei zu unterstützen. Die Intuitionsforschung hat
mittlerweile herausgearbeitet, dass Sie, wenn Sie Ihre Intuition gezielt
nutzen, eine wesentlich höhere Trefferquote erreichen, als der Zufall oder
logisches Überdenken Ihnen bieten können. Also kommt es nur darauf an, dass Sie
sich die Intuition verfügbar machen. Intuition liefert Ihnen zunächst Signale,
wie das Kribbeln im Bauch, ein seltsames Geräusch usw. Was Ihnen nun fehlt, ist
- wie bei einer neuen Sprache – die Übersetzung in die Bedeutung des Ganzen.
Die richtige Übersetzung ist das eigentliche Herzstück der Arbeit mit
Intuition. Sie müssen zunächst wissen, ist das Kribbeln relevant oder nicht.
Dazu gehen Sie so vor:
· Wahrnehmen, was Sie im Moment wahrnehmen
· Stellen Sie Ihrer Intuition eine konkrete Frage
· Nehmen Sie wahr, was Ihnen im Moment neu
auffällt und übersetzen Sie es.
Damit es Ihnen leichter fällt, können Sie auf Tiere als Symbole
zurückgreifen. Tiere haben für Sie Eigenschaften und lösen Handlungen aus. In
schwierigen Phasen eines Gesprächs hilft es, sich folgende Fragen zu stellen,
um die Situation richtig einzuschätzen und intuitiv eine gute Entscheidung zu
fällen: Welches Tier könnte mein Gesprächspartner im Moment sein? Welches Tier
könnte die Gesprächssituation im Moment beschreiben?
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Tier
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Eigenschaft/Handlung für Sie
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Affe
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Spaß, unverbindlich
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Delphin
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Intelligent, schnell, hilfsbereit
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Elefant
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langes Gedächtnis, behäbig, solide
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Fuchs
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listig, schlau,
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Bernhardiner
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treu, zuverlässig, tollpatschig
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Papagei
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nach dem Mund reden
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Pinguin
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Diener
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Pfau
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schön sein, sich darstellen
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Spatz
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klein, übersichtlich, leicht
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Würgeschlange
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fester Griff, hart zupackend
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Giftschlange
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schnell, kurz, gefährlich
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Wolf
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wild, heulend, sorgend
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Reh
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scheu, verletzlich, schnell, sanft
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Hirsch
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Geweih, kämpfend, schützend, aktiv
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Kamel
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hält lange durch, behäbige Art
|
Grenzen der Intuition
Genauso wie der normale Verstand hat auch Ihre Intuition Ihre
Grenzen. Sie liefert Ihnen nicht in 100% aller Fälle das bessere Ergebnis.
Daher ist es umso wichtiger, dass Sie wissen, wann es besser ist, sich auf
anderes zu verlassen als auf Ihre Intuition.
1. Erfahrung als Grenze
Ihre persönliche Erfahrung liefert Ihnen eine Menge an sinnvollen
Informationen, die Sie auch für Ihre intuitiven Entscheidungen nutzen können.
Sobald Sie ein zu großes Maß an Wissen angehäuft haben, wird es allerdings
durch den Abgleich zwischen dem tatsächlichen Wissen und der Intuition
schwieriger. So kann es passieren, dass jemand mit deutlich weniger Wissen
intuitiv die bessere Entscheidung trifft als Sie als Experte.
2. Vorurteile und Erziehung als Grenze
Besonders Verkäufer in besseren, edleren Geschäften neigen dazu,
von der Kleidung, dem Gangmuster und der Ausdrucksweise eines Kunden auf dessen
Wünsche zurückzuschließen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Film
„Pretty Woman“, bei dem eine billig aussehende Prostituierte sich in einer
Edelboutique seriös neu einkleiden will und von den Verkäuferinnen komplett
ignoriert wird, obwohl ihr alle Mittel zur Verfügung standen, den Laden
leerzukaufen. Diese Erfahrungswerte verfälschen die Urteilskraft Ihrer
Intuition. Überprüfen Sie daher unbedingt, ob ein Vorurteil gegenüber einem
bestimmten Typ von Mensch oder in der vor Ihnen liegenden Situation
mitschwingt.
Maßgeblich für ein erfolgreiches Einsetzen Ihrer Intuition ist
Ihre innere Einstellung zu ihr. Wenn Sie wollen, dass Sie erfolgreich Ihre
Intuition einsetzen, so ist es wichtig, dass sie auch von Ihrer Einstellung her
glauben, dass dies möglich ist. Stellen Sie sich deshalb bitte einmal folgende
Fragen:
· Was hindert Sie daran, auf Ihre Intuition zu
vertrauen?
· Was ist Ihnen beim Anwenden von Intuition besonders
wichtig?
· Wie
steht es um Ihr Zutrauen zu sich selbst und Ihrer Intuition?
· Was müsste sonst noch sein, damit Sie stolz auf
Ihre intuitive Kraft sind?
I³-Power verbindet Intuition mit Inspiration und
Impulse
So wie die Intuition etwas sehr persönliches ist, das sich im
Inneren eines Menschen abspielt und nicht einmal bei der Entscheidung zu
erkennen ist, ist die Inspiration etwas, das Sie ganz klar nicht nur für sich,
sondern vor allem für andere Menschen nutzen sollten. Es geht darum, wie Sie
mit Ihren Ideen, Zielen und Konzepten andere inspirieren können. Nutzen Sie
also Ihre Intuition, um andere zu inspirieren, denn in einer arbeitsteiligen
Welt nutzt Ihnen Ihre Intuition allein nur bedingt, wenn Sie mit anderen
Menschen gemeinsam arbeiten und Erfolge erreichen wollen. Dazu ist es
notwendig, dass Sie anderen Menschen die Chancen eröffnen, die Sie über Ihre
Intuition bereits wahrnehmen. Sie müssen dafür sorgen, dass sich die anderen
mit Ihrer Idee auseinander setzen. Die wirksamsten Strategien, um Ideen in das
Bewusstsein anderer Menschen zu bekommen, bestehen darin, dass Sie diesen
entweder Fragen stellen, die auf die Auswirkungen dieser Ideen abzielen oder
Ihnen Geschichten über die Auswirkungen dieser Ideen präsentieren.
Die Intuition und die anschließende Inspiration genügt oft nicht,
wenn Sie dauerhaft erfolgreich handeln oder Handlungen auslösen wollen. Aus dem
Wissen und der daraus gewonnenen Idee muss eine entsprechende Handlung
erfolgen. Gute Gedanken und Ideen allein bringen in der Wirtschaft keine
Punkte. Was zählt, ist die daraus geschaffene Aktivität. Impulse sollen Ihnen
helfen, gezielt die Antriebsmotoren Ihrer Mitarbeiter/Kunden oder Mitstreiter
und eventuell auch Ihre eigenen zu aktivieren.
Intuition beruht in erster Linie auf unbewussten Faustregeln, die
sich jedoch meist als deutlich effektiver und wirksamer als herkömmliche
Entscheidungsfindungsverfahren erweisen. Allerdings sind diese Regeln noch
nicht alle aufgeklärt. Wenn Sie jemandem theoretisch versuchen zu erklären, wie
Fahrradfahren funktioniert. Wie er das Gleichgewicht halten muss. Wann er sich
in welche Kurve neigen soll. Wann er die Gangschaltung betätigen soll. Wie er
die Feinjustierung auf nicht ganz ebenem Untergrund vornimmt. Dann kommen Sie
zu einem unheimlich komplexen Anweisungsgebilde. Alle diese Anweisungen
beherrschen Sie, ohne sich auch nur annähernd darauf konzentrieren zu müssen.
Es steht Ihnen einfach zur Verfügung. Ähnlich verhält es sich mit Ihrer
Intuition: Einmal gelernt, ist es ein Weg, um schnell zu einer höheren
Effizienz zu gelangen.


