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August 07, 2008

Interview mit AdScale-Gründer Klaus von Doemming

Heute möchte ich den Werbe-Marktplatz AdScale vorstellen. Ich selbst nutze die Plattform schon seit einigen Monaten als Publisher und Advertiser für meine Online-Projekte. Das aus meiner Sicht tolle daran ist die Abrechnung auf TKP-Basis, die schnelle Optimierungsmöglichkeit und als Webmaster nicht zuletzt die Wahl eines alternativen Netzwerks falls mal keine Anzeigen zur Verfügung stehen. So erreiche ich als Advertiser mit den richtigen Bannern und einer stetigen Optimierung mitunter einen Klickpreis von unter 0,01 € und als Publisher einen Durchschnitts-TKP von 0,24 €. - Das habe ich bei anderen Netzwerken leider noch nie dauerhaft geschafft.
Ich habe es mir nicht nehmen lassen den Geschäftsführer jetzt mal näher zu befragen. Ich denke, dass die Plattform in Zukunft zumindest auf dem deutschen Markt großes Big-Player-Potential hat und wir noch einiges von AdScale hören werden.

Adscale_klausvondoemming AdScale bezeichnet sich selbst als Start-Up. Seit wann sind Sie am Start?

Gegründet haben wir AdScale im April 2007. Die erste Version der Plattform ging dann im September 2007 online.

Mit wie vielen Mitarbeitern? 

Unser Firmensitz ist in München und entwickelt wird die Plattform in Neuseeland. Insgesamt beschäftigen wir an beiden Standorten derzeit 35 Mitarbeiter.

Warum gerade Neuseeland? 

Unser CTO lebt in Neuseeland und hat dort ein sehr gutes Team zusammenstellen können. Dazu kommt noch der Vorteil, dass die Kosten deutlich geringer sind als in Deutschland.

Wer finanziert die Startphase? Gibt es Investoren?

Ja, seit der Gründung werden wir von Holtzbrinck Ventures und dem European Founders Fund sowie den Business Angels Oliver Jung und Lukasz Gadowski unterstützt. Mit denselben Investoren haben wir Ende letzten Jahres dann auch noch eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen.

Wollen Sie mit Google AdWords & AdSense konkurrieren?Adscale_logo

Wir sehen AdScale grundsätzlich als ein komplementäres Modell. Websitebetreiber können neben AdScale problemlos weitere Vermarktungsmodelle einsetzen – ob das nun Google AdSense oder wer auch immer ist. Denn jeder Publisher kann in seinem AdScale Account festlegen, ab welchem Preisniveau AdScale Anzeigen anstatt der Anzeigen eines alternativen Vermarkters geschaltet werden sollen. So können Websitebetreiber, bei gleichzeitiger Nutzung verschiedener Vermarktungslösungen, immer das Optimum aus Ihrem Werbeinventar herausholen. Von daher wären unsere Konkurrenten in erster Linie eher andere Marktplatzmodelle, die wie AdScale eine transparente Plattform anbieten.

Was sind die entscheidenden Vorteile für Publisher und Advertiser gegenüber anderen Werbenetzwerken?

Advertisern bietet AdScale ein Selbstbuchungstool mit flexibler Kampagnenplanung und –optimierung. Über nur eine Plattform können Werbetreibende jederzeit transparent einen Traffic-Mix mit hoher Reichweite buchen. Wichtig ist hier die Unterscheidung, dass wir kein Vermarkter oder ein Netzwerk sind. Wir bieten ein offenes Plattformgeschäft an. Das bedeutet, dass bei AdScale einzelne Websites und auch Vermarkter ihr Inventar einstellen können. Dieses bieten wir unseren Advertisern, von großen Mediaagenturen bis hin zum kleinen E-Shop, aggregierte über eine Plattform und nach einer Zielgruppen-Logik buchbar an.

Für Publisher stellt AdScale ein optimales Tool zur Steuerung ihrer Inventarauslastung und Monetarisierung der Website zur Verfügung. Sie behalten jederzeit die volle Kontrolle und Flexibilität beim Pricing und über ihre Werbeflächen, da sie jede Kampagne zur Freischaltung vorgelegt bekommen und das Preisniveau der Werbeflächen selbst festlegen können. Außerdem müssen Publisher, wie eben bereits beschrieben, mit AdScale nicht auf alternative Vermarktungslösungen verzichten.

Planen Sie mit Adsale auch internationale Märkte zu erobern?

Ja, mittelfristig werden wir mit AdScale auch andere europäische Märkte angehen. Wann das genau sein wird, steht jetzt aber noch nicht fest. Unser primäres Ziel ist es erst einmal, AdScale noch weiter im deutschen Markt auszubauen. Danach kommt dann die Internationalisierung.

Besten Dank & weiterhin noch viel Erfolg!

August 7, 2008 in Onlinemarketing | Permalink

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Kommentare

Danke für den Tipp! Adscale kannte ich noch nicht, werde es gleich mal ausprobieren. Man kann ja eigentlich nix verlieren: wenn es keine bezahlte Anzeigen gibt, wird das alternative Werbenetzwerk genutzt. Gute Sache!

Kommentiert von: Tommy | 07.08.2008 09:49:54

Mein Test von Adscale ist leider sehr ernüchternd ausgefallen. Siehe hierzu meinen Blogbeitrag hier. Ich muss allerdings schreiben, dass ich 24 Cent TKP einfach nicht erwarte. Einen derartigen TKP erreicht Google Adsense an den von mir zum zeitpunkt des Tests angebotenen Flächen locker.

Kommentiert von: Freeweb24 | 14.09.2008 23:26:14

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