August, 2008


19
Aug 08

Alka Seltzer Kitten

Alkaseltzercat

“Hangover is dangerous.”

Advertising Agency: PROVID, Kiev, Ukraine
Creative Directors: Benoit Schmider, Kirill Chichkan
Art Director: Sergey Kozhevnikov
Copywriter: Alexander Valukh
Photographer: Andrey Chursin


18
Aug 08

Die Entdeckung der „Rhetorik“ als fundamentale Bildung

von Oliver Groß

Wenn der Mensch in Ordnung ist, …

… funktioniert das Unternehmen: „Mami erzählst du mir bitte eine
Geschichte?“, fragte das kleine Mädchen, „aber bitte eine ganz Neue!" Die
Mutter lächelte dem kleinen Mädchen zu. "Ich möchte mich nur etwas
entspannen und nachdenken, was ich dir erzählen könnte", sagte sie
lächelnd dem Kind und überlegte, womit sie das Mädchen für eine Weile
beschäftigen könnte. Da fand sich in der Fernsehzeitung auf dem Tisch eine
größere Abbildung der Erde mit allen Meeren und Erdteilen.

Die Mutter riss die Weltkarte heraus, zerschnitt sie in kleine
Puzzleteile, gab sie der Tochter und sagte: „Setz das richtig zusammen, dann
erzähle ich dir eine Geschichte“. Damit sollte das Mädchen für eine Weile
beschäftigt sein, dachte die Mutter, und ich kann mein spannendes Buch in Ruhe
weiterlesen.

Das Mädchen zog sich in seine Spielecke zurück und begann mit dem
Zusammensetzen der Einzelteile. Schon nach wenigen Minuten zeigte es seiner
Mutter stolz das fertig zusammengesetzte Bild. Die Mutter konnte es kaum
glauben und fragte ihre Tochter, wie sie die Aufgabe so schnell lösen konnte.
„Ganz einfach. Auf der Rückseite des Blattes war ein Mensch abgebildet. Den
habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war auch
die Welt in Ordnung", sagte das Mädchen als wäre es das
Selbstverständlichste auf der Welt. (©zeitlos aus"coulerus de la
vie")

Weisheitsgeschichten wie diese gibt es viele. Warum sind sie so
beeindruckend und wertvoll? Dafür gibt es eine Reihe von Gründen: Man kann sie
kurz und daher schnell erzählen, dabei jedoch prägnante und nachhaltige
Botschaften vermitteln und sehr einfach einen aktuellen Bezug herstellen. Vor allem
sprechen sie aber unaufdringlich unsere Werte an.

Werte machen wertvoll?

Dass Werteorientierung garantiert mehr Sicherheit, Erfolg und
Nachhaltigkeit schafft und Unternehmen, Mitarbeiter und Menschen im Alltag
damit erfolgreicher sind, ist kaum noch umstritten. Dies gilt auch und vor
allem für die Rhetorik, was für viele überraschend, wie auch ermutigend ist, denn sie ist mehr als
nur reden. „Reden ist im Grunde lautes Denken“ erkannte schon Heinrich von
Kleist; somit ist Rhetorik auch die Schule des Denkens. Sie ist also auch ganz
praktische und alltagsorientierte Philosophie, in der Werteorientierung,
Vernunft, Herz und Verstand als eine Einheit gesehen werden.

Deshalb ist der Rhetorik und dem rhetorischen Können Unrecht
getan, wenn man sie nur auf das Reden und Äußerlichkeiten reduziert. Damit
würde man die vielfältigen Möglichkeiten der Rhetorik und das Potenzial des
Einzelnen begrenzen und nicht in der Gänze ausschöpfen können. Sie ist auch
keine mathematische Formel nach dem Motto: Gut aussehen, lässig und kompetent
wirken wollen, schlagfertig agieren und seine Meinung so anbringen, dass der
Andere nur noch zustimmt (IST GLEICH) = souverän und selbstsicher. Auch wenn
dass noch so viele Methoden versprechen, es funktioniert nicht. Es gibt weder
„die Rhetorik“ noch „die Methode“ als letztendliche und allgemein gültige
Lehre.

Im Gegenteil, es ist viel sinnvoller sich von den so genannten
Methoden, Tools und Tricks zu trennen und die Auseinandersetzung mit sich
selbst zu suchen. Eigene Charaktereigenschaften, Absichten und die persönlichen
Fähigkeiten auf den Prüfstand zu stellen und sich interaktiv damit auseinander
zu setzen ist die bessere Alternative, um die individuellen Möglichkeiten zu
erkennen und umzusetzen.

Lässt man sich darauf erst einmal ein, stellt man schnell fest:
Kein Lehransatz ist so vollständig und prägnant wie die Rhetorik. Kein anderes
Thema – der sozialen Kompetenzen – achtet so auf die Ausgeglichenheit und
Balance zwischen den beruflichen Belangen und den privaten Interessen. Sie kann
zwischen Unternehmens-, Mitarbeiter- und Gesellschaftsinteressen verbinden und
zur gleichen Zeit fordern und fördern. Sie kann motivieren und führen.

Was wäre nicht alles möglich?

Diese Frage stellen sich immer mehr Unternehmer und Manager, die
neue Wege suchen, weil sie es satt haben sich der Pseudorezepte „noch
schneller, noch effektiver, noch produktiver und noch effizienter“ zu bedienen.
Auch möchten sie nicht länger die Buhmänner der Nation sein, denn egal was sie
sagen, ihre Glaubwürdigkeit wird oft in Zweifel gezogen.

Das ist die Chance der Rhetorik, denn nicht nur Manager, auch
gestandene Firmengründer, Berater oder Politiker, sie alle bemühen sich, die
Glaubwürdigkeit von einst wieder herzustellen. Sie haben aber auch erkannt,
dass es längst nicht mehr nur noch Chefsache ist. Auch Mitarbeiter gehören zu
den Betroffenen, was sie im Umgang mit ihren Kunden zu spüren bekommen. Es ist
eine Aufgabe für das gesamte Unternehmen, um sich für die Zukunft neu
aufzustellen.

Die Absichten hinter dieser Forderung sind durchaus vernünftig
und längst überfällig und das nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht. Betrachtet
man nämlich die aktuellsten Studien, muss man zu dem Urteil gelangen, dass die
bisherigen Anforderungen und Strategien nicht immer richtig gegriffen haben. Die jüngste Gallup-Befragung belegt, dass sieben von zehn
Arbeitnehmern keine echte Verpflichtung mehr der Arbeit und dem Arbeitgeber
gegenüber empfinden. Die Folge: schwache Mitarbeiterbindung, hohe Fehlzeiten,
Fluktuation, keine Weiterempfehlung und Identifikation. Dies bedeutet einen
volkswirtschaftlichen Schaden von rund 250 Milliarden Euro, ungefähr so viel
wie der Bundeshaushalt 2001.

Das Ergebnis einer Studie in 30 Ländern mit 365 Unternehmen zum
Thema „Werte und wirtschaftlicher Erfolg“ fasst Booz Allen Hamilton wie folgt
zusammen: Gelebte Werte stellen eine unmittelbare Verbindung zum finanziellen
(wirtschaftlichen) Erfolg dar.

Was wünschen sich Mitarbeiter? Nach einer Studie von UB
Krauthammer hätten es 82 Prozent gern, dass ihre Manager spontan Fehler zugeben
und 75 Prozent möchten von ihren Chefs bei der Lösung von Problemen einbezogen
werden. Die Studie brachte aber auch ans Licht, dass jeweils nur etwa die
Hälfte der Befragten ihre Wünsche vom Vorgesetzten erfüllt sehen.

Sieben auf einen Streich?

Wieder ein Fall für die Rhetorik. Ob Werteorientierung,
Kompetenz, Selbstsicherheit, Souveränität, Autorität, Einstellung und
Motivation, wo noch können Sie ein Spektrum dieser Tragweite erarbeiten. Neben
der Werteorientierung als Grundlage werden Kompetenz, Sicherheit, Souveränität
gefördert, was in eine gelebte Autorität mündet und die wiederum ruft eine
positive Einstellung hervor, was an Motivation nicht mehr zu übertreffen ist.

Denn Rhetorik ist ein Ergebnis, das einer Ursache, nämlich dem
Denken und Fühlen, folgt und nicht umgekehrt. Sie ist der Ausdruck und damit
das Ergebnis der eigenen Motivation, Geisteshaltung, Einstellung,
Lebensphilosophie und Wertevorstellung. Sehr schnell wird klar, dass die
Rhetorik eine Menge leisten kann, denn sie wirkt auf den verschiedensten
Ebenen.

Entzauberte Rhetorik – ohne Tricks und Kniffe

„Das Komplizierte an der Rhetorik ist, dass sie so einfach ist“.
Wie bereits erwähnt benötigt sie keine Tools oder Methoden, sondern ist eine
Auseinandersetzung mit sich selbst und das ist auch ihr Erfolgsgeheimnis.

Der Kern der Rhetorik ist nämlich Glaubwürdigkeit und
Authentizität und das lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Die besten
Rhetoriktechniken und Methoden sind nämlich die, die man sich selbst aneignet.
Die, die man selbst entworfen und nach dem eigenen authentischen
"Ich" ausgerichtet hat. Die Wege dahin sind ganz und gar nicht
spektakulär, sondern sehr simpel und einfach.

In 4 Schritten zur eigenen Rhetorik

Für nicht wenige besteht der Sinn der Rhetorik einzig und alleine
darin eine Botschaft zu verpacken, nach dem Motto: "Rhetorik verpackt
Inhalte". Genau dieses Verpacken aber macht es so schwierig ein guter und
interessanter Rhetoriker zu sein, ja, es verfehlt sogar den Sinn der Rhetorik

Um dem Sinn gerecht zu werden, muss das genaue Gegenteil der Fall
sein. Rhetorik muss auspacken, präsentieren und anbieten und damit ist nicht
nur der Inhalt einer Rede gemeint. Auch hat sie verständlich zu sein, damit der
Gesprächspartner/Zuhörer sehen und verstehen kann, welche Absicht hinter dem
Tun steht und was erreicht werden möchte. Das Wort „Sinn“ ist doppeldeutig belegt und die Rhetorik bedient
sich beider Definitionen. Sinn – als Ziel, Zweck, Absicht, Wert, im Speziellen
den Sinn der Rhetorik selbst.

Sinn – als Wahrnehmung – ich sehe, höre, fühle und fasse. Der
Sinn der Rhetorik hat vier Aufgaben zu erfüllen – mehr nicht.

1. Schritt
- Der Zuhörer muss Lust bekommen zuzuhören (Autorität)

2. Schritt
- Der Zuhörer muss verstehen (Kompetenz)

3. Schritt
- Der Zuhörer muss nachvollziehen und behalten (Sicherheit)

4. Schritt
- Der Zuhörer muss nutzen und umsetzen (Souveränität)

Dies überrascht viele, denn das klingt fast zu einfach, aber das
ist so. Das ist nicht besonders neu,
denn schon Aristoteles schreibt „Die bedeutendste Überzeugungskraft ist der
Charakter, damit ist die Rhetorik die Beschäftigung mit Ethik“ und er verweist
auf die drei Faktoren Charakter – Absicht – Inhalt.

Der Charakter, also die authentisch gelebten Werte und Tugenden
alleine prägen die Glaubwürdigkeit des Einzelnen und zusammengenommen des
gesamten Unternehmens. Der Absicht liegt ebenfalls die Werteorientierung
zugrunde und wird durch die Geisteshaltung zur Sache und dem Gegenüber ergänzt,
was auch unter Image und Kundenbindung verstanden werden kann. Zuletzt ist es
die Kompetenz des Inhalts, also die Art und Weise (ggf. auch die Fähigkeit)
Wissen und Informationen zu kommunizieren.

Rhetorik ist die fundamentalste Allgemeinbildung, die der Mensch
haben kann.

Fazit: Fortschrittliche Unternehmen haben erkannt, dass sie
zukunftsorientierte, motivierte, authentische und werteorientierte
Persönlichkeiten benötigen, um einen nachhaltigen Erfolg zu erlangen. Diesem
neuen Anspruch gerecht zu werden, ist die Herausforderung in naher Zukunft.

Den Schlüssel dazu bietet eine werteorientierte Rhetorik. Denn
Mitarbeiter und Kunde müssen erreicht und glaubwürdig überzeugt werden. Das ist
einer der Gründe dafür, warum Rhetorik mehr und mehr als die fundamentalste
Weiterbildung verstanden werden kann.


16
Aug 08

Sony PSP: Handcuffed

Psphancuffed

Advertising Agency: TBWA\ESPANA, Madrid, Spain
Executive Creative Director: Juan Sanchez and Guillermo Gines
Creative Director: Montse Pastor, Vicente Rodriguez and Bernardo Hernandez
Copywriter: Vicente Rodriguez
Art Director: Bernardo Hernandez
Producer: Nuria Mazario
Account Supervisor: Ines Diaz Casariego
Advertiser’s Supervisor: Javier Martinez Avial


13
Aug 08

Rubik’s Cube 25th Anniversary

RubikscubeanniversaryRubikscubeanniversary3



Advertising Agency: DDB, New Zealand
Executive Creative Director: Toby Talbot
Head of Art: Mike Davison
Creatives: Bridget Short & Regan Grafton
Photographer: Juliet Taylor
Senior Agency Producer: Gordon Moir


11
Aug 08

Amnesty International: Shot

Amnestyinternationalstart

Advertising Agency: DDB, Budapest, Hungary
Creative Group Head: Lukasz Brzozowski
Art Directors: Jorge Rodriguez & Nacho Forner
Copywriters: Kanak Mehra & Gabor Ferenczy
Illustrators: Benjamin Toth & Dora Katona
Account: Magdolna Rekasi & Andre Musalf