Heute möchte ich den Werbe-Marktplatz AdScale vorstellen. Ich selbst nutze die Plattform schon seit einigen Monaten als Publisher und Advertiser für meine Online-Projekte. Das aus meiner Sicht tolle daran ist die Abrechnung auf TKP-Basis, die schnelle Optimierungsmöglichkeit und als Webmaster nicht zuletzt die Wahl eines alternativen Netzwerks falls mal keine Anzeigen zur Verfügung stehen. So erreiche ich als Advertiser mit den richtigen Bannern und einer stetigen Optimierung mitunter einen Klickpreis von unter 0,01 € und als Publisher einen Durchschnitts-TKP von 0,24 €. – Das habe ich bei anderen Netzwerken leider noch nie dauerhaft geschafft.
Ich habe es mir nicht nehmen lassen den Geschäftsführer jetzt mal näher zu befragen. Ich denke, dass die Plattform in Zukunft zumindest auf dem deutschen Markt großes Big-Player-Potential hat und wir noch einiges von AdScale hören werden.

AdScale bezeichnet sich selbst als Start-Up. Seit wann
sind Sie am Start?
Gegründet haben wir AdScale im April 2007. Die erste Version
der Plattform ging dann im September 2007 online.
Mit wie vielen Mitarbeitern?
Unser Firmensitz ist in München und entwickelt wird die
Plattform in Neuseeland. Insgesamt beschäftigen wir an beiden Standorten
derzeit 35 Mitarbeiter.
Warum gerade Neuseeland?
Unser CTO lebt in Neuseeland und hat dort ein sehr gutes Team zusammenstellen können. Dazu kommt noch der Vorteil, dass die Kosten deutlich geringer sind als in Deutschland.
Wer finanziert die Startphase? Gibt es Investoren?
Ja, seit der Gründung werden wir von Holtzbrinck Ventures
und dem European Founders Fund sowie den Business Angels Oliver Jung und Lukasz
Gadowski unterstützt. Mit denselben Investoren haben wir Ende letzten Jahres
dann auch noch eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen.
Wollen Sie mit Google AdWords & AdSense konkurrieren?
Wir sehen AdScale grundsätzlich als ein komplementäres
Modell. Websitebetreiber können neben AdScale problemlos weitere
Vermarktungsmodelle einsetzen – ob das nun Google AdSense oder wer auch immer
ist. Denn jeder Publisher kann in seinem AdScale Account festlegen, ab welchem
Preisniveau AdScale Anzeigen anstatt der Anzeigen eines alternativen
Vermarkters geschaltet werden sollen. So können Websitebetreiber, bei
gleichzeitiger Nutzung verschiedener Vermarktungslösungen, immer das Optimum
aus Ihrem Werbeinventar herausholen. Von daher wären unsere Konkurrenten in
erster Linie eher andere Marktplatzmodelle, die wie AdScale eine transparente
Plattform anbieten.
Was sind die entscheidenden Vorteile für Publisher und
Advertiser gegenüber anderen Werbenetzwerken?
Advertisern bietet AdScale ein Selbstbuchungstool mit
flexibler Kampagnenplanung und –optimierung. Über nur eine Plattform können Werbetreibende jederzeit transparent
einen Traffic-Mix mit hoher Reichweite buchen. Wichtig ist hier die
Unterscheidung, dass wir kein Vermarkter oder ein Netzwerk sind. Wir bieten ein
offenes Plattformgeschäft an. Das bedeutet, dass bei AdScale einzelne Websites
und auch Vermarkter ihr Inventar einstellen können. Dieses bieten wir unseren
Advertisern, von großen Mediaagenturen bis hin zum kleinen E-Shop, aggregierte
über eine Plattform und nach einer Zielgruppen-Logik buchbar an.
Für Publisher stellt AdScale ein optimales Tool zur
Steuerung ihrer Inventarauslastung und Monetarisierung der Website zur
Verfügung. Sie behalten jederzeit die volle Kontrolle und Flexibilität beim
Pricing und über ihre Werbeflächen, da sie jede Kampagne zur Freischaltung
vorgelegt bekommen und das Preisniveau der Werbeflächen selbst festlegen
können. Außerdem müssen Publisher, wie eben bereits beschrieben, mit AdScale
nicht auf alternative Vermarktungslösungen verzichten.
Planen Sie mit Adsale auch internationale Märkte zu
erobern?
Ja, mittelfristig
werden wir mit AdScale auch andere europäische Märkte angehen. Wann das genau
sein wird, steht jetzt aber noch nicht fest. Unser primäres Ziel ist es erst
einmal, AdScale noch weiter im deutschen Markt auszubauen. Danach kommt dann
die Internationalisierung.
Besten Dank & weiterhin noch viel Erfolg!








