Dies & Das


17
Nov 09

Googles Gendatenbank

Ich habe vor kurzem das getan, was Viele zum einen aus Angst vor Datenmissbrauch und zum anderen aus Angst vor den Ergebnissen niemals tun würden. Ich habe meinen Speichel zu Google geschickt. Aber der Reihe nach…

Ein amerikanisches Unternehmen namens 23andMe ist im Bereich der Biotechnologie tätig. Der Name des Unternehmens bezieht sich auf die 23 Chromosomenpaare eines Menschen. Es wurde von Linda Avey und Anne Wojcicki (die mit Google-Gründer Sergei Brin verheiratet ist) gegründet und wird zusammen mit Esther Dyson betrieben. Geldgeber für dieses Projekt ist also vornehmlich Google.

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Seit Dezember 2007 bietet es Privatpersonen eine Untersuchung ihrer genetischen Informationen für 999 US-Dollar, und nach einer erneuten Google-Geldspritze jetzt für 399 US-Dollar an. Untersucht werden über 500.000 Abschnitte des menschlichen Erbguts, die Single Nucleotide Polymorphism ausweisen und die persönlichen Merkmale ausmachen. So kann man sich die persönliche Wahrscheinlichkeit für über 100 Krankheiten errechnen lassen z.B.

  • Type 2 Diabetes
  • Rheumatoid Arthritis
  • Psoriasis
  • Breast Cancer
  • Colorectal Cancer
  • Prostate Cancer
  • Celiac Disease
  • Crohn’s Disease
  • Hemochromatosis
  • Restless Legs Syndrome
  • Age-related Macular Degeneration
  • Parkinson’s Disease
  • Coumadin® / War­farin Sensitivity
  • Plavix® Efficacy

Zusätzlich gibt es noch ein paar Daten die mehr oder weniger interessant sind, zum Beispiel ob man trockenen oder weichen Ohrenschmalz hat. In der Datenbank kann man seine Gene auch mit anderen wildfremden Personen vergleichen oder aber auch mit der eigenen Familie. Hat man Schwangerschaftspläne so können Vater und Mutter ihre Gene in Form einer Speichelprobe einschicken und sehen dann z.B. wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das Kind blauäugig ist, blonde Haare hat und und und…

IMG_0004Für mich war das Ganze doch recht interessant, so habe ich mir ein Testset bestellt. Nach ein paar Tagen kam ein Röhrchen wo man reinspucken muss, dann wird irgendein Pulver zur Konservierung mit eingefüllt, Kurier angerufen, der alles abholt. Nach circa 3-4 Wochen erhält man eine E-Mail mit der Benachrichtigung, dass die Ergebnisse auf der Website bereit stehen. Eine riesige Menge an Daten, für die man schon einige Zeit braucht um sie durchzulesen. Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich überrascht war von der Genauigkeit, wenn ich an Krankheiten denke, die ich in der Kindheit hatte und die exakt auch eintrafen. Für die Zukunft passen die Daten mit den Krankheiten in meiner Familie überein, sodass mich dies nicht sonderlich überrascht, aber es ist gut, dies mal schwarz auf weiß zu lesen. Vor allem weil zu jeder wahrscheinlichen Krankheiten auch Wege zur möglichen Verhinderung aufgezeigt werden.

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23andmeBei meinen Daten war jetzt nichts schockierendes dabei, aber ich kann mir vorstellen, dass einige Menschen bei ihren Daten schon ein ungutes Gefühl aufkommt, vor allem wenn ein erhöhtes Risiko für nicht ganz so schöne Krankheiten wie Brustkrebs, Multiple Sklerose oder Parkinson diagnostiziert wird. Aber wahnsinnig interessant ist das Ganze auf alle Fälle.

Derzeit kostet das Ganze 399 US$ plus 70$ Kurierkosten. Günstiger Dollarkurs sei Dank, dass die Kosten dann doch noch in einem annehmbaren Bereich liegen. Am 19. November (Donnerstag) ändert sich das Preismodell aber anscheinend, so wird es allen Kunden zumindest in einer Mail, ohne zukünftige Preisangabe, mitgeteilt. Der Wortlaut lässt aber vermuten, dass es teurer wird:

“As a current customer, these changes will not affect you. Your account will automatically be converted to the Complete Edition and you will continue to have access to all of your genetic data. Prices for all versions of 23andMe will be changing. If you have friends or family who are interested in learning about their DNA, please let them know that they can still get our Personal Genome Service, which will be automatically converted to the Complete Edition, for the lower price of $399 if they purchase before November 19th.”

Wer also mit dem Gedanken spielt, seine Gene analysieren zu lassen, sollte sich also schnell entscheiden.


18
Okt 09

Balloon boy at Today Show in slow motion


16
Aug 09

Young Steve Jobs

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15
Mrz 09

Women = Time x Money

Womenproblems


15
Dez 08

Hitler Smiley Faces

Entfacht durch die gescheiterte Patent-Registrierung für einen Smiley ;-) durch einen russischen Werbeagentur-Inhaber, ist das Interesse an den kleinen "Emotions-Verdeutlichern" mal wieder etwas angestiegen. Ich bin nun auf Smileys gestoßen, die nicht so schöne Erinnerungen wecken und moralisch doch sehr bedenklich sind.

Emohitler


Komm ins Beichthaus!


29
Nov 08

Geldscheinwerbung, Gratis mp3’s & Website-Lifter

Cashmallorca
Werbung auf Geldscheinen

Ein Künstler und Dozent hatte die Idee, Stuttgarter Studenten setzten sie um: Reklame auf Geldscheinen – das könnte den Staat reich machen. Es begann als Fingerübung im Designstudium, am Ende standen die TV-Teams Schlange. Werbung, die garantiert niemand wegwirft.
www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,593159,00.html

Gratis die neusten SongsChilirec

Die Idee & Gesetzeslücke ist bekannt, aber hier auch mal gut umgesetzt: Mit chilirec.com hat man die Möglichkeit, sich kostenlos aus einer Auswahl von mehr als 100 Radiosendern die Lieblingsmusik auf den Rechner zu ziehen! Klappt ohne Anmeldung & nach 5 Minuten kann man bereits nach frischen mp3’s suchen. Einziges Manko: Oftmals sind die Songs nicht perfekt geschnitten, so dass man oft noch den nächsten Song oder den Moderator mit drauf hat.

Website-Lifter
LIFTHAUS.de hilft Webmastern die eigene Website bekannter zu machen. Einfach einen kleinen Button
in die eigene Seite einbauen. Wenn ein User auf den Button klickt wird die betreffende Domain automatisch auf den ersten Rang gepusht. Der nachfolgende User, der von einer anderen Website kommt, sieht die Seite dann auf dem nachfolgenden Rang. Somit wird der eigene Traffic auf einfache und effektive Weise vervielfacht.


4
Mai 08

Österreich: Wir sind Fritzl!

Drei Jahre lang lebte ich in Österreich und muss sagen, auch wenn die Menschen aus Sicht eines Deutschen sehr eigenartig und sehr radikal in jeder Hinsicht sind, es ist ein schönes Land. Die Seen, die Berge, das Wohlstandsniveau und die geringen Arbeitslosenzahlen. Österreich ist ein schönes Land, und wem auch immer in den vergangenen Tagen Zweifel gekommen sein sollten, für den hat der Bundeskanzler persönlich eine Botschaft: „Es gibt keinen Fall Amstetten. Es gibt keinen Fall Österreich. Es gibt einen Einzelfall.“ So erklärte Alfred Gusenbauer das Inzestdrama der Familie Fritzl beim traditionellen Maiaufmarsch der Sozialdemokraten – und tausende Genossen klatschten erleichtert dazu.

So ist das in diesem schönen Land, und so war es eigentlich schon immer. Kriminalfälle sind in diesem Land ausnahmslos tragische Einzelfälle, Josef Fritzl ist genauso ein irrer Psychophat wie es der Kampusch-Entführer Wolfgang Priklopil war. Im Übrigen gibt es auch gar keinen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen, darauf legt nicht nur der Kanzler, sondern auch der Präsident wert. Wie hatte Bundespräsident Heinz Fischer gleich zu Beginn der Woche erklärt? „Es ist sicher nichts Abgründig-Österreichisches an diesem Fall.“ Weil es das nämlich insgesamt gar nicht geben darf: etwas Abgrundtief-Österreichisches.

Mag sein, dass es die Intellektuellen anders sehen, mag sein, dass der große Psychiater Erwin Ringel tausende Seiten genau über diese Abgründe geschrieben und Sigmund Freud aus gutem Grund gerade in Österreich die Psychotherapie entwickelt hat. Doch eine Kollektivierung des Bösen ist an sich im Nachkriegs-Österreich tabu, und gerade in dieser Frage gibt es die wohl breitest mögliche Koalition der Interessen. Seit 1945 hat sie sich tief im österreichischen Wesen verankert. Jahrzehntelang hat sich das Land auf diese Weise prima vor der Einsicht in die Mitschuld am NS-Regime und dem Holocaust gedrückt und so auch die Tatsache vom Tisch gewischt, dass überproportional viele Österreicher in der SS und vor allem bei der Judenvernichtung beteiligt waren. Alle waren Einzeltäter, nichts hatte System. In Österreich hat es bis in die 80er Jahre gedauert, bis sich zum ersten Mal ein Bundeskanzler für die NS-Verbrechen seines Landes entschuldigt hat, und gerade in diesen Tagen, kurz nach dem 70sten Jahrestag des Anschlusses, gibt es noch immer viele, vor allem konservative Politiker, die Österreich als „erstes Opfer Hitler-Deutschlands“ bezeichnen.

Das hat Spuren hinterlassen, und das ist auch nun im Fall Amstetten zu erkennen. Wenn in Deutschland eine Frau ihre Kinder umbringt und im Garten vergräbt, dann laden die Deutschen sehr rasch ihre Kollektivschuld auf sich und rufen laut: Wir haben schon wieder als Nation etwas verbrochen. Der echte Österreicher hingegen hat gelernt, dass er tunlichst nicht über den Kellerrand hinausblicken soll. Und deswegen ruft er sofort: Bitte, ich als Staatsbürger kann nichts dafür. Und an sich stimmt das ja auch: Priklopil und Fritzl waren Einzeltäter, selbst eine aufgeklärte Öffentlichkeit hätte die grauenhaften Einzelschicksale der Opfer wohl nicht verhindern können.

Aber gerade dieser „Bitte wir waren es nicht“-Reflex hat System, und das ist wohl das tatsächlich typisch Österreichische an diesem Fall. Die Nation hat nachgerade panische Angst davor, als Gesellschaft Schuld zugewiesen zu bekommen. Dieser Reflex ist eigentlich verräterisch. Und genau das macht das Land ein bisschen weniger schön.


7
Apr 08

Aus dem Leben einer Saftschubse

Immer nur lächeln, immer vergnügt – dabei könnte man in manchen
Dienstleistungsberufen schier aus der Haut fahren. Hier lässt eine
Flugbegleiterin richtig Dampf ab: Sandra, 26, erzählt von ihrem Job als
"Saftschubse" zwischen Himmel und Hölle.
"Ich arbeite als Flugbegleiterin, und in diesem Job muss man immer ein
Lächeln auf den Lippen haben. Freundlichkeit und Service haben hier
höchste Priorität, also: Lächeln, Lächeln, Lächeln! Man muss sich aber
nicht alles gefallen lassen. Zum Beispiel – was auch vorkommt -, wenn
Kolleginnen einen Klaps auf den Hintern bekommen. Vor dem Start muss alles sehr zügig ablaufen, aber einige – meistens
ältere Herren – ziehen dann erst mal ganz sachte und ohne Stress ihren
Mantel aus, dann ihr Jackett, legen es fein säuberlich zusammen, und
dahinter warten 130 Leute im Gang oder auch draußen im Regen.

Da platzt mir echt die Hutschnur. Ich ärgere mich, wahre aber noch
eine gewisse Freundlichkeit. Meistens verziehe ich mich dann in die
Bordküche und kotze mich erstmal bei den Kollegen über die Fluggäste
aus, da kann ich das einmal komplett loswerden. [Mehr auf Spiegel Online]


23
Dez 07

Wirtschaftsweisheiten 2007

Kalauer über Kreditkrise und Managergehälter, flotte Sprüche über Klimawandel und Konjunktur: 2007 erhitzten viele Managerzitate die Gemüter – und erheiterten die Zuhörer. Die wichtigsten, schönsten, drastischsten Weisheiten aus der Wirtschaftswelt.

"Mit dem Kopf durch die Wand wird nicht gehen. Da siegt zum Schluss immer die Wand."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Tarifkonflikt zwischen der Lokführergesellschaft GDL und der Bahn.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir im Jahre 2020 noch für 20 Euro nach Mallorca fliegen."

Hans Joachim Schellhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, nimmt den Klimaschutz ernst.

"Der ist so knauserig, dass er sich am zweiten Advent mit einer Kerze vor den Spiegel stellt."

Uwe Hück, Betriebsratschef bei Porsche, über seinen Chef Wendelin Wiedeking, der in diesem Jahr rund 56 Millionen Euro verdient hat.

"Arm zu sein ist eine Schande. Wenn Du arm bist, bist Du dumm."

Jewgenij Tschitschwarkin, Chef des russischen Mobiltelefonhändlers Ewroset, vergisst, dass man nicht überall so schnell Millionär wird wie in Russland.

"Ich entschuldige mich aus tiefstem Herzen bei allen Mitmenschen, die eine von mir empfohlene Aktie gekauft haben und enttäuscht worden sind."

Telekom-Missionar Manfred Krug leistet Abbitte, weil er für den Börsengang der Deutschen Telekom geworben hatte.

"Wenn die Zeitung morgens mal nicht im Briefkasten ist, ist das für manche schlimmer, als wenn die Frau nicht da ist."

Bodo Hombach, WAZ-Chef, erklärt, warum die gedruckte Zeitung nie überflüssig werden wird.

"Ich kenne diesen Typ. Sie essen Pizza zum Frühstück. Sie duschen selten. Und sie sagen nie Entschuldigung, wenn sie einen auf dem Gang umlaufen."

Marissa Mayer, Entwicklungschefin bei Google, beschwert sich über ihre Kollegen, die Unternehmensgründer Larry Page und Sergey Brin.


2
Jul 07

Forbes 2007: Die 20 mächtigsten Promis

Celebrity100
Geld allein reichte dem Forbes Magazin für diese Liste der mächtigsten Promis nicht. Geld und Einfluss mussten die Berühmtheiten mitbringen, um auf dieser Liste zu landen.

Platz 1. Oprah Winfrey
An der Spitze der einflussreichsten Promis steht in diesem jahr eine Frau. Die Königin der Talkshows, Oprah Winfrey, gilt als mächtigste TV-Journalistin der Welt. Einkommen: 260 Millionen Dollar.

Platz 2. Tiger Woods
Der Top-Golfer schrieb 2006 Sportgeschichte. Als erster Sportler kassierte der Athlet eine Jahresgage von 100 Millionen Dollar. Einkommen: 100 Millionen Dollar.

Platz 3. Madonna
Auch negative Publicity ist Publicity. Die Adoption eines malawischen Kindes hatte heftige Reaktionen hervorgerufen. Im März 2007 konnte die Sängerin wieder positive Schlagzeilen buchen. Madonna designte ihre eigene Mode-Linie M für die Modekette H&M. [mehr...]