Texter


7
Sep 08

Wie Worte im Gehirn wirken


Sprachprozesse laufen
in verschiedenen Hirn-Arealen ab. Diese Regionen haben unterschiedlichste
Aufgaben und bleiben meist im Hintergrund, um die Effizienz der Wahrnehmung zu
gewährleisten. Hier entscheidet sich, was wichtig ist und was nicht: Möchte man
die Aufmerksamkeit seines Lesers haben, gilt es einiges zu beachten!

 

Bis vor wenigen Jahren gab es für die Gehirnforschung nur
zwei Bereiche, in denen sich die Sprache abspielte: Das Wernicke- und das Broca-Areal.
Während in dem einen Areal die Sprache „verstanden“ wird, „produziert“ das andere
dieselbe. Wörter allerdings werden nicht in diesen Arealen gespeichert! Laut
neuesten Untersuchungen sind noch mehr Areale in den Sprachprozess eingebunden.
Die Lage hat sich demnach als komplexer herausgestellt, als bis dahin
angenommen.

Insgesamt lässt sich aber gut merken: Die linke Hälfte des
Gehirns verarbeitet Wörter und Grammatik, während sich der rechte Teil um
Sprachmelodie, Ton und Klang kümmert.

Emotionen durch Worte

Wörter und Sprache werden in verschiedenen Bereichen des
Gehirns gespeichert und verarbeitet. Das bietet gute Ansätze für die Wirkung
von Worten – vor allem in Bezug auf die Funktionen der Sprache:
Klarheit durch Worte: Bei bildhaften
Worten wird mehr Anschaulichkeit erreicht. Abstrakte Begriffe rufen zumeist
keine Bilder hervor.
Worte und Emotionen: Emotionen haben
unter Anderem die wichtige Aufgabe, schnelles Handeln auszulösen – etwa um
Gefahr abzuwenden. Bildhafte und emotionale Sprache ist deshalb besonders
stark.
Bewegende Worte: In den Text integrierte Handlungen oder Bewegungsabläufe
bleiben nicht ohne Reaktion: Wird bei einem Wort der Gehirnbereich für Motorik
aktiv, so ist auch hier ein Mehr an Aufmerksamkeit gesichert.

Den Leser aktivieren

Hier nun ein kleiner rhetorischer Versuch. Lesen Sie zunächst
die zwei folgenden Sätze:

 

Wie Sie Ihre Leser
erreichen:

Verwenden Sie
aktivierende Sprache!

 

Wie Sie Ihre Leser
erreichen:

Verwenden Sie die
Tigersprache!

 

Welcher Satz erweckt bei Ihnen mehr Aufmerksamkeit? Zunächst
wurde der abstrakte Begriff „aktivierende Sprache“ verwendet. Hier gibt es
nichts Beunruhigendes, die Alarmglocken bleiben stumm. Die zweite Phrase jedoch
spricht einen ganz anderen Teil des Gehirns an: Hier ist die Rede von der
„Tigersprache“. Ein Tiger bedeutet mögliche Gefahr und dabei darf nicht lange
überlegt werden. Die Aufmerksamkeit ist gewiss!

Die richtige Dosierung ist wichtig, um Ihrem Text an
bedeutsamen Stellen die gewünschte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Deshalb
zu guter Letzt für Sie noch eine Rangfolge für die Wirkung von Worten:

 

  1. Stärkste Wirkung:
         Bildhafte Worte und Wendungen, die starke Emotionen auslösen.
  2. Starke Wirkung:
         Bildhafte Worte und Wendungen, die weniger emotional sind, aber Handlungen
         oder Bewegungen im weitesten Sinne auslösen.
  3. Gute Wirkung:
         Bildhafte Worte und Wendungen.
  4. Kaum Wirkung:
         Abstrakte Begriffe und wenig bildhafte Worte und Wendungen.

(Rangfolge nach Häusel, Hans-Georg, Brain Script, Haufe
2005)

 

Mit diesen Anregungen möchte ich Ihnen nun viel Erfolg für
Ihren nächsten Text wünschen. Wenn Sie daran Gefallen gefunden haben, möchte
ich Ihnen das Buch zum Beitrag ans Herz legen: Stefan Gottschlings „Lexikon der Wortwelten“ gibt
einen ausführlichen und praktischen Einblick in die unterschiedlichsten bildhaften
Wörter und Wendungen. Das So-geht’s-Buch für bildhaftes Schreiben.


18
Jul 08

‚Smarte’ Ziele formulieren

Matthias K. Hettl

Für Erfolg in der Mitarbeiterführung ist es unabdingbar, Ziele mit Ihrem Mitarbeiter zu vereinbaren. Die Zielsetzung bildet den Ausgangspunkt, um dort anzukommen, wo Sie mit Ihren Mitarbeitern hin möchten. Durch Konsequenz in der Zielsetzung, kontinuierliche Verfolgung des Ziels und Feedback zum Ist-Stand der Zielerreichung ist es Ihnen möglich, mit Ihrem Team in kürzerer Zeit mehr zu erreichen, als Sie je geglaubt hätten. Mit Mitarbeitern Ziele zu vereinbaren, setzt den Turbo in Gang, mit dem Sie Ihre Mitarbeiter und sich selbst nach vorne bringen. Oft werden in der täglichen Mitarbeiterführung jedoch keine Ziele gesetzt sondern durch Formulierungen wie: „die Kundenzufriedenheit zu steigern, den Gewinn zu erhöhen, die Produktivität verbessern“  aus Sicht des Mitarbeiter eher Absichten, Wünsche. Hoffnungen oder ‚Träume’ geäußert. Deshalb ist es von grundlegender Bedeutung Ziele ‚smart’ zu formulieren, denn wie sagte bereits Peter Drucker in seinem Klassiker ‚The Effektive Executive’, „wenn man es nicht messen kann, dann kann man es auch nicht erreichen“.
Wenn Sie ein Ziel ‚smart’ formulieren, dann legen Sie die Grundlage für Ihren Führungserfolg. Der Begriff ist eine Abkürzung aus dem Amerikanischen und die Buchstaben ‚smart’ stehen für: ‚spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert’. Es geht also darum, dass Sie mit Ihren Mitarbeitern smarte Ziele formulieren. Beispielsweise sagen Sie: „Ihr Ziel ist es, bis zum 30. Juni den Umsatz der Produktlinie X, um 10 Prozent zu steigern. Dieses Ziel ist spezifisch, es ist messbar, wenn es mit dem Mitarbeiter gemeinsam vereinbart wird, dann akzeptiert er dieses Ziel auch. Das Ziel muss außerdem realistisch sein, diese 10 Prozent müssen also erreichbar sein. Als angestrebter Termin zur Zielerreichung ist der 30. Juni festgelegt, das Ziel ist also auch terminiert.

S = Spezifisch heißt, dass wir genau formulieren müssen, um welchen Erfolgsparameter es geht. An welcher ‚Schraube’ wollen wir drehen? Was genau soll sich verändern? Wenn Mitarbeiter von Ihren Vorgesetzen hören: ‚Machen Sie mal’ oder ‚das machen Sie schon’, dann ist es nicht weiter verwunderlich, dass diese entweder in die falsche Richtung laufen oder erst gar nicht anfangen zu laufen. Sie müssen nicht immer genau wissen, wie das Ziel zu erreichen ist. Ihr Job ist es jedoch zu formulieren, was genau erreicht werden soll. Spezifische Ziele zu vereinbaren heißt, Klarheit darüber herzustellen, was Sie wollen. Bei unspezifischen Zielen kommt es leicht zu Missverständnissen und Ärger. Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter das gleiche verstehen und Ihre Kräfte in die gleiche Richtung fokussieren.

M = Messbar, bedeutet die Ziele in messbaren Parametern zu definieren, denn dann können Sie auch feststellen, wie weit Ihre Mitarbeiter sich dem Ziel schon genähert haben. Die Messbarkeit zeigt sozusagen an wie weit der Weg noch ist bzw. was der Mitarbeiter schon erreicht hat. Ein Ziel messbar zu machen, bedeutet Werte festzulegen, an denen man sich orientieren kann. Oftmals sind Ziele auch längerfristig angelegt, dann ist es entscheidend, sich dem großen Ziel über Zwischenschritte zu nähern, bei denen man schnell und frühzeitig Abweichungen vom Plan feststellen kann, um rechtzeitig eine Kurskorrektur vornehmen können.

A =Akzeptiert schafft die Basis dafür, dass der Mitarbeiter auch hinter der Zielerreichung steht, dass er das Ziel für sich annimmt. Nichts ist demotivierender, als wenn man Mitarbeiter immer wieder in Richtung ihrer Ziel ‚schieben’ muss. Klar ist, dass die vereinbarten Ziele den persönlichen Wertvorstellungen des Mitarbeiters nicht widersprechen dürfen, wenn er sich an sie binden soll. Hilfreich für die Akzeptanz ist auch, dass die Ziele positiv formuliert werden. Es sollte also nicht darum gehen, was nicht getan oder vermieden werden soll, sondern das Zielbild soll positiv beschrieben werden.

R = Realistisch. Über das Ausmaß der Zielerreichung gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Hohe Ziele zu stecken, die uns fordern, die uns einen leichten Schauer über den Rücken treiben, die uns dann aber umso motivierter an die Arbeit gehen lassen, das ist die eine Seite. Andererseits dürfen Ziele nicht unrealistisch sein, denn dann, und das wissen wir alle, demotivieren sie uns und wir starten erst gar nicht durch. Ein Ziel ist nur dann realistisch, wenn wir es mit den verfügbaren Ressourcen auch erreichen können.

T = Terminiert. Ein Ziel zu terminieren heißt, das Ziel in einen Zeitbezug zu bringen und festzulegen, wann genau der Soll-Zustand erreicht sein soll. Hier unterscheidet man die taktische, operative und strategische Zielsetzung. ‚Taktisch’ umfasst die Zeitspanne bis ein Jahr, der mittelfristige, ‚operative’ Zeithorizont umfasst ein bis drei Jahre und der strategische Zeithorizont beginnt ab drei Jahren. Zur Vervollkommnung eines Zieles gehören klare Zeitangaben hinsichtlich der Dauer und der Terminierung von Zwischenterminen bzw. die Festlegung, bis wann welches Teilziel zu erreichen ist.

Die Amerikaner sagen: ‚nothing succeeds more than success!’ und die Voraussetzung für Ihren Erfolg als Führungskraft ist es, dass Sie Ziele ‚smart’ setzen und formulieren. Dies dient der Erreichbarkeit und der Klarheit von Zielen und gibt Ihren Mitarbeitern die Orientierung für ihr Handeln und Tun. Sie können so gemeinsam feststellen, ob Ihre Mitarbeiter sich noch auf dem Weg zum Gipfel befinden oder ob sie einen Seitenpfad auf dem Erfolgsweg eingeschlagen haben.

Lesetipp:
Matthias K. Hettl
Richtig führen ist einfach
Der Führungskompass zur wirksamen Mitarbeiterführung
1. Auflage BusinessVillage 2008
110 Seiten, zahlr. Abbildungen
ISBN 978-3934424-96-8 ;  21,80€


15
Mrz 07

Stilvolle Todesanzeige

Todesanzeige


10
Jul 06

Slogan – Hall Of Fame

Der portugiesische Marketing-Blog Cérebro Criativo hat eine kleine Slogan – Hall of Fame veröffentlicht. Diese darf auf dem Sloganmaker Blog natürlich auch nicht fehlen:
7 UP – The Uncola. (1973, JWT)
Adidas – Impossible is nothing. (2004, 180/TBWA)
American Express – Don’t leave home without it. (1975 , Ogilvy & Mather)
Apple Macintosh – Think Different. (1998, TBWA Chiat/Day)
Audi – Vorsprung Durch Technik. (1984, BBH)
Avis Rent A Car – We’re number two. We try harder. (1962, DDB)
BMW – The Ultimate Driving Machine. (1975, Ammirati Puris)
British Airways – The World’s Favourtie Airlines. 1983 (Saatchi & Saatchi)
Budweiser – The King Of Beers. (1957)
Burger King – Have it your way. (1973, BBDO)
California Milk Advisory Board – Got Milk? (1993, Goodby Silverstein)
Camel – I’d walk a mile for a Camel. (1921, N W Ayer)
Campbell’s Soup – M’m! M’m! Good! (1935, BBDO)
Carlsberg – Probably the best beer in the world. (1973, Saatchi & Saatchi)
Citibank – The Citi never sleeps. (1977, Wells Rich Greene)
Club Med – The antidote for civilization. (1982, Publicis)
CNN – Be the first to know. (2002)
Coca-Cola – Welcome to the Coke side of life. (2005, W+K)
Coca-Cola – Always Coca-Cola. (1993, McCann-Erickson NY)
Coca-Cola – The pause that refreshes. (1929)
Crest – Look, Ma, No Cavities! (1958, Benton & Bowles)
De Beers – A diamond is forever. (1948, N W Ayer)
Doritos – They taste as good as they crunch. (1973, BBDO)
Dunlop – Tested for the unexpected. (1996)
Energizer – It Keep going, and going and going. (1989)
Esso – Put a tiger in your tank. (1964, McCann-Erickson)
Fedex – Fast Talker. (1982)
Ford (Trucks) – Built Stronger to last longer. (1941)
Heineken – Heineken refreshes the parts other beers cannot reach. (1974)
Hertz – Let Hertz put y-o-u-u-u in the driver’s seat. (1961)
Honda – The power of dreams. (2001, Hakuhodo)
IBM – E-business on demand. (2003, Ogilvy & Mather)
IBM – Solutions for a small planet. (1994, Ogilvy & Mather)
Intel – Intel Inside. (1993)
Jaguar – Born to perform. (2003)
Jeep – Only in a Jeep. (1984)
John Deere – Nothing runs like a Deere. (1972, Gardner)
Johnnie Walker – Keep Walking! (2000)
KFC – Finger lickin’ good. (1952, Ogilvy & Mather)
Kit Kat – Have a break. Have a Kit-Kat. (1957, JWT)
Kodak – Sahre moments. Share life. (2001, Ogilvy & Mather)
Lay’s – Betcha can’t eat just one. (1981, BBDO)
Lego – Just Imagine… (1936)
L’Óreal – Because I’m worth it. (1967, McCann-Erickson)
M&M’s – M&Ms melt in your mouth, not in your hand. (1954, Ted Bates)
Marlboro – Come to Marlboro Country. (1965, Leo Burnett)
Marlboro – Come to where the flavor is. (1964, Leo Burnett)
Maxwell House Coffee – Good to the last drop. (1959)
McDonald’s – You deserve a break today. (1971)
Microsoft – Where Do You Want To Go Today. (1995, W+K)
Miller Lite – Tastes great, less filling. (1974)
Motorola – Inteligence everywhere. (2001, Ogilvy & Mather)
Nike – Just do it! (1988, W+K)
Nokia – Connecting People. (1994, Grey)
Pepsi-Cola – The choice of a new generation. (1984)
Philips – Let’s make things better. (1995)
Pirelli – Power is nothing without control. (1994, Y&R)
Playboy – Everything that makes fun for men. (1975)
Playstation 2 – Fun, anyone? (2003, TBWA)
Polaroid – It’s so simple. (1977)
Saturn – Saturn. People First. (2005, Goodby Silverstein)
Saturn – A diferent kinf of company. A diferent kind of car. (1989)
Shell – Waves Of Change. (2003, JWT)
Sony – like.no.other. (2005, Y&R)
Sony – It’s a Sony. (1988)
Stella Artois – Reassuringly expensive. (1981, Lowe)
The Economist – Free enterprise with every copy. (1990, AMV BBDO)
The Financial Times – No FT, no comment. (1982)
The New York Times – All the news that’s fit to print. (1896, Direct)
Timex – It takes a licking and keeps on ticking. (1956)
Toyota – Moving Forward. (2000)
Toshiba – Hello Tosh, Gotta Toshiba? (1984, Gold Greenless Trott)
United Airlines – Fly the friendly skies. (1966, Leo Burnett)
U.S. Army – Be all that you can be. (1981, N W Ayer)
Visa – It’s everywhere you want to be. (1988, BBDO)
Volkswagen – Drivers wanted. (1995, Arnold Worlwide)
Volkswagen Beetle – Think Small. (1962, DDB)
Volvo – For life. (2001)
Xerox – The Document Company. (1994)
Wendy’s – Where’s the beef? (1984)
Wheaties – Breakfast of Champions. (1935)
Yellow Pages – Let your fingers do the walking. (1964, Geers Gross)